Liebe Gemeinde,

"Du siehst mich". Das war das Motto vom diesjährigen Kirchentag. Wer möchte das nicht? Gesehen und als Mensch wahrgenommen werden. Die Sehnsucht danach ist groß und ist allen Menschen gemein. "Du siehst mich". Dieses Motto stammt aus der biblischen Geschichte im 1. Buch Mose. Gemeint ist: Du, Gott, siehst mich, Mensch. Dies ist die Erkenntnis von Hagar, einer jungen Frau auf der Flucht. Ihr ist Unrecht geschehen. Gott aber sieht sie. Er sieht ihre Situation und schenkt Hilfe. Hagar fühlt sich wahrgenommen und beachtet. Sie schöpft neue Kraft.

Weihnachten macht in besonderer Weise erneut deutlich, wie sehr Gott uns Menschen ansieht. In seinem Sohn Jesus Christus bekommt Gott ein menschliches Gesicht. Und dieser Mensch Jesus hat durch sein Leben gezeigt, wie nahe er uns sein möchte. Er bückt sich hernieder zu denen, die im Staub liegen. Er heilt, richtet auf, tröstet, verbindet und lädt uns ein, auch einander zu sehen und uns gegenseitig wahrzunehmen.

"Du siehst mich". Dieses Motto passt auch wunderbar zum Miteinander in unserer Gemeinde. Du, Mensch, siehst mich Mench. Zwei neue Mitarbeitet haben wir seit Oktober in unserer Gemeinde: Frau Hansen und Herrn Autzen. Sie wollen sehen, wer Sie sind. Sie wollen mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit. Eine Zeit, in der Sie sich von Gott gesehen fühlen dürfen und die Sie einlädt, Gott im Nächsten zu entdecken.

Ihr Pastor Wolfgang Hohensee

Es gibt nur zwei Arten, sein Leben zu leben: Entweder so, als gäbe es keine Wunder,  oder so als wäre alles ein Wunder.  Albert Einstein