Reiseberichte

Reisebericht über die Seniorenreise in die Sächsische Schweiz

 Ich möchte über eine sehr gelungene Reise der Bugenhagengemeinde berichten, auf der wir enorm viel gesehen und erlebt  haben, denn vielen von uns war der südöstliche Teil der Bundesrepublik gar nicht bekannt.
Aber es ist schwer, eine  Reise von einer Woche in  1 ½ Seiten zusammenzufassen., so habe ich mir nur die Höhepunkte ausgesucht.

Unser Ziel war das „Parkhotel Neustadt“ in Neustadt in Sachsen. Wir waren dort bestens untergebracht und wurden von den aufmerksamen Mitarbeitern schon morgens mit einem reichhaltigen Büffet und abends mit einem Vier-Gang-Menü verwöhnt.

So eine Reise steht und fällt aber mit dem Reiseleiter. Hier hatten wir besonderes Glück. Karl konnte kompetent und mit geschichtlichem Hintergrund über alles berichten. Er hat seine Informationen mit kleinen Gedichten und Anekdoten aufgelockert, und man konnte ihm gut zuhören.

Der erste Abend begann gleich mit einer Überraschung: Nach der Anreise bei 31 Grad saßen wir alle einigermaßen erschöpft beim Abendessen. Da fragte Waltraut ganz ernst: Habt Ihr auch alle Euren Reisepass mit? Großes Durcheinander. Wieso? Warum? Du hast doch gar nichts gesagt! Alles klärte sich auf. Jeder bekam einen „Reisepass ins Glück“ mit wunderschönen Gedichten. Dieses gefällt mir besonders und passt zu uns Senioren:
            Ein neues Leben kannst Du nicht anfangen,
            aber täglich einen neuen Tag.
            Henry David Thoreau
Am Montag war eine Elbefahrt angesagt. Bei 31 Grad das Richtige. Wir fuhren mit einem Schaufelraddampfer von Bad Schandau, vorbei an der Festung Königstein und der Bastei, nach Pirna. Eine herrliche Fahrt! Anschließend haben wir die Festung Königstein besucht. Sie gehört zu den größten Burgfestungen Europas und bietet 247 m über der Elbe liegend einen fantastischen Ausblick. Karl hat uns alle wichtigen Gebäude ausführlich erklärt, aber wir waren bei der Hitze nicht mehr voll aufnahmefähig und haben uns lieber bei Kaffee und Kuchen erholt. Die Rückfahrt zum Hotel ging durch das bezaubernde Kirnitzschtal.

Am Dienstag war meiner Ansicht nach der Höhepunkt der Reise: Früh aufgestanden. Schon um 9.15 Uhr waren wir auf der Bastei, der berühmtesten Felsformation des Elbsandsteingebirges. Zu dieser Zeit waren glücklicherweise nur wenig Besucher dort und wir konnten ungestört den Panoramablick auf die Elbe, den Lilien- und Königstein genießen.

Anschließend ging die Fahrt nach Dresden. Unser erster Halt war an der Pfunds-Molkerei, die als „Schönster Milchladen der Welt“ gilt und mit ca. 250 qm handbemalten Fliesen ausgestattet ist. Nächster Halt war der Theaterplatz in der Altstadt, umrundet von der Semperoper, dem Zwinger, dem Schloss und der Hofkirche. Die ganze Dresdner Innenstadt ist für mich wie ein einziges Museum. Wir gingen durch den Zwinger, am Schloss vorbei und betrachteten ausführlich den Fürstenzug, das größte Porzellanbild der Welt.  102 m lang und hergestellt aus 23.000 Fliesen aus

Meißner Porzellan.. Die Stadtführung endete an der Frauenkirche. Der Besuch der Frauenkirche war ein Erlebnis. Sie ist so wunderschön, dass ich völlig ergriffen war.

Für die nächsten Tage waren die Städte Bautzen, Görlitz und Zittau eingeplant.  Von diesen Städten in der Oberlausitz dicht an der polnischen  Grenze hatte ich keinerlei Vorstellung,  Ich war überrascht, schöne, bunte und liebevoll restaurierte Innenstädte vorzufinden, aber nicht unerwähnt bleiben darf, dass es in den Außenbezirken teilweise noch schlimm aussieht.

Das interessante an Bautzen sind die vielen Türme rund um die Altstadt, die der Stadt ihren besonderen Reiz geben. Eine Besonderheit stellt der Bautzener Dom dar, denn eine Hälfte des Doms ist evangelisch, die andere katholisch. Zum Abschluss besuchten wir das Bautz’ner Senfmuseum. Hier wurden wir über die Senfherstellung informiert, konnten Senf probieren und kaufen.

Bei etwas kühlerem Wetter und zeitweise Regen besichtigten wir in Görlitz zunächst die ebenfalls wunderschöne Altstadt mit ihrer  architektonischen Vielfalt aus verschiedenen Epochen und gelangten dann zur Peterskirche. Sie liegt auf einer Anhöhe an der Neiße nur wenige Meter von der polnischen Grenze entfernt. Sehenswert ist im Innenraum die Sonnenorgel. Insgesamt 16 Sonnengesichter befinden sich auf der  Orgel, um die herum Orgelpfeifen als „Sonnenstrahlen“ angeordnet sind.

Das Ziel unseres letzten Urlaubstages war Zittau. Die Stadt liegt wirklich an Ende unserer Republik und ist umgeben von den Grenzen Polens und Tschechiens.  Ab hier fuhren wir in einer Schmalspur-Bimmelbahn mit Dampflok durch das Zittauer Gebirge in den  Kurort Oybin. Dort besuchten wir die einzigartige Bergkirche. Diese Kirche ist in den gewachsenen Fels eingebaut, und der Altar liegt in dem stark absteigenden Raum viele Stufen tiefer als der Eingang. Besonders bewundernswert sind auch die Malereien entlang der Empore.

Bei der Rückfahrt nach Hamburg machten wir Zwischenstopp in der Porzellanmanufaktur Meißen. Wir sahen in der Schauwerkstatt  wie das exklusive Geschirr hergestellt wird. Die kunstvollen Gegenstände, die wir in der anschließenden Ausstellung bewundern konnten, waren zwar wunderschön, aber für uns unerschwinglich teuer.
Nun ging es heimwärts. Unser Busfahrer Ulrich von der Firma Kleinschmidt, der uns all die Tage sicher und ruhig von Ort zu Ort gefahren hat, lenkte uns nun durch mehrere Staus  zum Gasthaus „Unter den Linden“ in Behringen, wo wir  unser Abschlussessen eingenommen haben.

Fazit: Es war eine sehr schöne, interessante, erlebnisreiche aber auch anstrengende Woche.Wir hatten alle viel Spaß und Freude, immer wieder wurden wir mit liebevoll ausgesuchten Kleinigkeiten beim Frühstück überrascht,  und die Geselligkeit ist auch nicht zu kurz gekommen. Besonders am Abschiedsabend saßen wir alle in fröhlicher Runde zusammen und freuten uns über die Darbietungen einiger Reisefreunde.

Renate Malchow

Habe ich Ihr Interesse geweckt?..... so lesen Sie weiter:

Seniorenreise „OSTFRIESLAND“

Vom 06. bis 13. Mai 2017 werden wir in Aurich unser Quartier beziehen.
Hier der Reiseverlauf in Kurzform:
Ein Tagesausflug führt uns mit dem Katamaran auf die Insel Borkum. In der Gastgeberstadt Aurich wird uns ein Stadtführer die Sehenswürdigkeiten zeigen. Lambertikirche, Pingelhuus, Schloss und Hafen. Ein Ausflug geht in die Niederlande nach Groningen. Seit 2009 werden dort deutsche Studenten zu Lotsen ausgebildet. Von solch einem Lotsen werden wir bei der Stadtführung viel erfahren. Zeit zum Bummeln und Verweilen in der Innenstadt bleibt uns auch.
Wir entdecken die vielen Gesichter Papenburgs, besuchen die Meyer-Werft (eine der modernsten Werften der Welt).
„Friesisch herb“ JEVER. Bei einer Stadtführung bekommen wir all´ die Schönheiten zu sehen. Nach fachkundiger Führung durch das historische Brauereimuseum steht selbstverständlich auch eine Verkostung des Bieres auf dem Programm.
Ein Tag dieser Woche steht zur freien Verfügung.
Am Abreisetag ist ein Zwischenstopp in Leer (Handels- und Hafenstadt) geplant. Es bleibt dort Zeit, die Stadt selbst zu erkunden.
Kurz vor Hamburg kehren wir zu einem Abendessen ein*.

Leistungen: Busfahrt im modernen Reisebus, 1x Busfrühstück,
7x Übernachtung im 3*Hotel, 7x Frühstücksbuffet, 7x 3-Gänge-Abendmenue, Reiserücktrittsversicherung, inkl. aller Ausflüge lt. Programm.
*ausgenommen Abendessen am Rückreisetag.

Preise
Doppelzimmer: p.P.  € 710,--     Einzelzimmerzuschlag: € 105,--
Anmeldungen und weitere Auskünfte über
Frau Waltraut Christoph (Reiseleitung) Tel.: 040/7644571
oder über das Kirchenbüro Tel.: 040/7632435